Es ist nur eine alte Denkstruktur, die uns immer verwirrt: Als wären Seele und Körper zwei Teile eines Menschen - die vielleicht doch heimlich zusammenarbeiten.
Eine erinnerte starke Abneigung läßt meinen Körper frösteln oder schütteln ... klar wissen wir, dass wir eine Einheit sind. Trotzdem ist der medizinische Übergang immer noch eine Tragödie, die in Psychiatrie und medizinischer Psychosomatik zwischen den Fakultäten und Abteilungen ausgetragen wird. Die Patienten entscheiden sich je nach Bildungsgrad, die Zwangseingewiesenen landen in der Psychiatrie.

In der Gestalttherapie ist der Zusammenhang wichtiger als die alte Suche nach Macken des Un(ter)bewussten. Der direkte Ausdruck des Körpers führt uns auch am Schnellsten zu den inneren Gefühlen, auch wenn wir die erst mal nicht ahnen oder annehmen können.

Eine psychosomatisch orientierte Begleitung kann bei schwierigen und langwierigen Krankheiten die medizinische Abklärung ergänzen, aber nie ersetzen: Die innere Haltung zur Krankheit können wir wissen, wenn wir uns das erlauben, das ist wie mit den Träumen am Morgen ...


**Gestalttherapie: Schwarze Psychosomatik (Detlev Kranz)**