Die Idee der Polaritäten verdankt Fritz Perls dem Berliner Autoren, Philosophen und Satiriker Salomo Friedlaender / Mynona (* 4. Mai 1871, † 9. September 1946), der bis in die 30er Jahre in ähnlichen Kreisen wie er verkehrte.

Wie er in seinem ersten Buch "Das Ich, der Hunger und die Aggression" ausführt, hatte dieser ihn dazu inspiriert, wozu er ihm speziell dankt: Alle Qualitäten zwischen heiß und kalt, gut und schlecht, unten und oben sind uns zugänglich, wir aber verrennen uns oft in eine Richtung, wollen sie zwanghaft festhalten oder erreichen, statt die ganze Pallette der Möglichkeiten zu nutzen.

http://www.hartmutgeerken.de/html/friedlaender_mynona.html
Geboren 1871 in Gollantsch (Posen, heute Polen), studiert er Medizin, dann Philosophie in München, Berlin und Jena. Seit 1902 lebt er in Berlin. Um 1910 beginnt er unter dem Namen Mynona Grotesken zu veröffentlichen, die ihn im deutschen Sprachraum rasch bekannt machen. In dieser von ihm zur Meisterschaft gebrachten Form, ebenso in Romanen, Novellen, Parodien, Gedichten illustriert er einen philosophischen Polarismus. In Zerrbildern will er die Erinnerung an „das göttlich geheimnisvolle Urbild des echten Lebens" auffrischen.